ACTION – oder: Was werden Sie nur denken?!

Das letzte drei A steht für Action – oder Aktion. Handeln. Wenn Taten Worten folgen passieren schöne Dinge. Aber manchmal auch nicht so schöne! Wir verletzen uns. Warum ist das so?

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen „Weiterentwicklung“ und „Perfektionismus“?

KLARHEIT hat heute ein wunderschönes Zitat veröffentlicht:

Gesundes Streben ist selbstfokussiert: „Wie kann ich wachsen?“
Perfektionismus fokussiert auf andere: „Was werden sie denken?“ – Brené Brown.

Oft verrenne ich mich in einer Vorstellung von Erfolg und verliere aus den Augen, dass Erfolg nicht bedeutet andere zufriedenzustellen. Wenn ich noch vor einem Jahr in eine Yogaklasse gegangen bin wollte ich durchhalten. Zeigen, dass ich es kann. Dass ich Biss habe. Ausdauer, Kraft und Ehrgeiz. Manchmal hat es gezwickt und gezwackt, ich war danach überdehnt, ich habe kompensiert nur um mich in eine Asana reinzuzwängen. Der Gedanke „Was denken die anderen von mir? Sehen sie was ich leiste? Sehen sie wie gut ich bin? Wie schlecht ich bin?“ bringt mich weg von dem was eigentlich mein Wunsch war: Mich um mich selbst zu kümmern.

Diese Gedanken kommen immer wieder – aber: Immer öfter gelinkt es mir zu mir selbst zu sagen: Muss das jetzt sein? Tut mir das gut? Ist das nötig? Brauch ich das? Ich versuche mich nicht mehr über meine Grenze hinauszubewegen, bleibe an der Grenze, spiele mit der Grenze, bleibe im Rahmen dessen was mein Körper mir heute erlaubt. Lasse meine „oranges Licht“ blinken ohne, dass es rot wird.

Auch bei den Bildern, die ich auf Instagram in meine Yogaprofil poste… Anfangs habe ich mich „reingezwängt“. Der Gedanke „das muss doch irgendwie gehen“ war immer da. Immer wenn der Gedanke aufkeimt sage ich „Nein – muss es nicht. Ich mach das was geht.“ Und jetzt fühl ich mich viel besser.

Im Alltagsleben wird dieser Satz immer präsenter. Es muss nämlich gar nichts gehen. Wir müssen uns nicht in Rollen und Aufgaben zwängen oder zwängen lassen, wenn das bedeutet, dass unser „rotes Licht“ anfängt wie wild zu blinken. Wir sollten uns Herausforderungen stellen, wachsen, weiterentwickeln – aber im Rahmen unserer Grenzen. Nur dann ist es ein „gesundes Streben“. Sonst zahlen wir einen zu hohen Preis. Stress in verschiedensten Ausprägungen ist die Quittung. Ich versuche bei mir selbst zu bleiben und damit fühle ich mich wohl. Klappt nicht immer und manchmal packt mich meine Ehrgeiz, mein Wunsch nach Erfolg und mein Perfektionszwang und dann: kurz lodert es in mir auf und ich fühle mich beseelt, „on fire“ – aber das ganze hat einen bitteren Beigeschmack – auf der Matte und im wahren Leben.

Versteht mich nicht falsch: Seid nicht faul, lebt und praktiziert nicht mit „angezogener Handbremse“. Das orangenfarbene Licht ist gut – es ist Reibung die uns wachsen lässt. So wie in Muskel eine Beanspruchung braucht um zu wachsen, brauchen auch Beanspruchung – Reibung, Widerstand.

Lasst den bitteren Beigeschmack weg und wachst über euch hinaus. Mit orangefarbenen Licht – und nicht mit rot blinkendem Licht!

Euer Fuchs.

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