Vom ewigen Ping-Pong-Spiel oder: Die Qualität der eigenen Energie.

Am Wochenende war ich in der Heimat und hatte zwei wundervolle Tage mit meiner Familie. Ich habe ein schönes Gespräch mit meiner Mutter geführt.

Manchmal hört man ja Sätze, Phrasen oder neue Dinge, welche man intuitiv als „wahr“ und „gottgeben“ hinnimmt. Aber den Inhalt hat man deshalb noch lange nicht verstanden. Ich habe für mich in den letzten Wochen eine ganz neue Dimension von „So wie es in den Wald hineinschallt – so schallt es wieder raus.“ entdeckt.

Was für eine Haltung oder Intention ich habe, definiert die Qualität der Energie, die ich aussende. So wie ich meine Energie zum Schwingen bringe – so schwingt sie zurück. Das was ich ausstrahle, ziehe ich an. Das was ich gebe, bekomme ich zurück. Tolle Sätze oder? Aber was heißt das jetzt konkret?

Neben wir mal ein Beispiel aus der „Praxis“ – aus dem „Leben“:

Schwieriger Chef. Verletzend, cholerisch, nicht wertschätzend. Zitat: „Wenn ich den morgens sehe, gehen mir die Messer in der Tasche auf.“. Schwierige Situation? Ja. Viel passiert, viele Emotionen, viel Wut. Was mach ich jetzt? Resignieren, zurückziehen, heulen, aggressiv werden, „sich das nicht gefallen lassen“ – schwierig. Wisst ihr was in allem steckt? Die negative Schwingung aufzunehmen und gegen die andere Person oder sich selbst zu richten. Wie können wir aus so einer schwierigen Situation was Gutes machen? In erster Linie für uns selbst. Wie können wir das umwandeln? „Machen“, dass wir uns gut dabei fühlen. Dem anderen nicht erlauben das Spiel zu spielen? Ich glaube, dass das nur mit „echter Güte“ geht.

Ich habe die Fragen gestellt: Hast du dir schon mal vorgestellt wie es ihm damit geht so zu sein? Glaubst du er ist zufrieden darüber so zu sein? Glücklich? Glaubst du, dass er in dem Moment Optionen sieht, sich anders zu verhalten? Ich denke Nein. Was treibt ihn dazu. Welcher Zwang? Welche Geschichte, welcher Rahmen in seinem Leben. Welche Regel oder welcher Grundsatz steckt dahinter, der sagt „so musst du sein“. Hast du nicht vielleicht Mitleid, dass jemand so sein muss und (aus seiner Perspektive) keine Wahl hat anders zu sein?

Mitleid ist für mich der Schlüssel zu dem „aha-Erlebnis“. Mitgefühl oder jemanden wirklich anzuschauen. Und in einem Moment des Konflikts das eigene Ego zurückzustecken und das Ping-Pong-Spiel der negativen Energie einfach nicht mehr mitzuspielen. Bewusst entscheiden – DA MACHE ICH NICHT MIT.

Denn – wisst ihr was passiert? Diese geschmetterte Ping-Pong-Ball fliegt einfach aus dem Spielfeld. Vielleicht zieht die Person noch mal einen Ball aus der Tasche. Aber irgendwann gehen die Bälle aus. Und er räumt das Feld. Und vielleicht – ja vielleicht – sieht er das nächste Mal eine andere Option und verhält sich einfach anders.

Der Punkt ist der: Nichts und niemand auf der Welt ist in der Lage euch zu verletzen. Die Entscheidung ob ich verletzt, wütend, gütig oder liebevoll bin – die treffe immer ICH am Ende. Wenn wir verstanden haben, dass wir immer die Wahl haben, dass wir immer selbst bestimmten was mit uns passiert – dann können wir jedem „Spielgegner“ den Ball abnehmen.

Aber Vorsicht: Dieses Prinzip funktioniert nur wenn man ehrlich ist zu sich selbst. Anderes Beispiel: Du kommst nach Hause und dein Partner sagt dir „Der Wäschekorb ist voll.“. Du hast die Wahl was du hörst:

  • Wir müssten mal waschen – nur damit wir es nicht vergessen.
  • Wasch bitte – dafür bist du zuständig.
  • Warum bist du so faul – ich erwarte, dass gewaschen ist.

Gesagt wurde nur „Der Wäschekorb ist voll.“. Ich kann mich entscheiden Variante 1 zu hören und sagen „Oh ja, dann sollten wir später die Maschine anschmeißen.“. Und ich muss das genauso meinen. Innerlich zu kochen und die anderen Sätze im Herzen zu hören (und mit mir rumzutragen) ist keine Option. Ich spüre es förmlich „aufkeimen“ diese bösen Sätze und ich muss viel an mir arbeiten, damit ich diesen Sätzen keinen Raum gebe und in der Lage bin ehrlich ohne negative Schwingung zu antworten. Und dann habe ich ein energieraubendes Ping-Pong-Spiel vermieden.

Was ich sagen will: Ihr entscheidet OB ihr die Macht über eure Emotionen (an andere) abgebt oder selbst bestimmt was es mit euch macht. Ihr entscheidet WAS es mit euch macht. Ihr entscheidet ob ihr den Ball aufnehmt und zurückschmettert (gegen euch selbst oder andere) oder ob ihn einfach an euch vorbeiziehen lässt und den Schläger ablegt. Das was ihr gebt bekommt ihr zurück. Denn: Jeder Mensch ist gegen echte Güte und echtes Mitgefühl hilflos.

Euer Fuchs.

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