Das Glück. Shri. Oder wie das Glück immer wieder zu mir kommt.

Vor einigen Jahren gab es mal so ein Wandtattoo – da stand drauf: „Glück ist ein Entschluss.“ – von René Decartes. Das hat mich sehr angesprochen. Damals hatte ich noch keinen Plan von Yoga und schon gar nicht von Shri. Und ich glaube wirklich, dass es so ist. Meine Oma hat immer gesagt „Die Susi hat immer Glück.“. Wahrscheinlich, weil ich das selbst von mir gesagt habe. Das ist wie ein Schneeballprinzip, vielleicht auch ein bisschen wie „Das was du ausstrahlst, das ziehst du auch an.“.

Ich glaube wir denken oft, dass das Glück zu uns kommen muss. Wenn wir nur lange genug warten, das richtige machen, sagen, zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind. Die richtigen Kreuzchen auf dem Lottoschein setzen. Schicksal eben.

Ich glaube, dass es zwei extreme gibt: Den Pessimisten – alles grau und trüb sehen und den Optimisten – alles durch die rosa Brille sehen. Das funktioniert beides nicht. Ich glaube, dass der Schlüssel darin liegt, dass wir alles mit wachen Augen betrachten. Wir können glücklich sein, wenn wir alles ohne Vorurteile sehen, wo wir alles wahrnehmen wie es ist. Und eben auch das Gute in allem sehen.

Das Glück deines Lebens hängt von der der Beschaffenheit deiner Gedanken ab. Was tust du denn um glücklich zu sein? Schaffst du dir selbst Glücksmomente? Ich denke mir oft bei ganz banalen Sachen „Ach – hab ich ein Glück!“ und freu mich. Und lächle. Heute kam ich 2 Minuten bevor der DHL-Mann geklingelt hat zu Hause an. Wenn ich 2 Minuten später gekommen wäre, müsste ich morgen zur Post tingeln und mein Paket abholen. Hatte ich nicht Glück???? Schon, oder?

Und ja – ich könnte unglücklich sein, weil ich gerade eine Trennung hinter mir habe, die für mich alles auf den Kopf gestellt hat. Aber ich bin glücklich. Vielleicht auf eine bestimmte Art und Weise auch glücklicher als davor. Darüber wie ich meine Entscheidungen getroffen habe, was ich gelernt habe, wie die Person oder die Zeit mich verändert hat. Oder die andere Person verändert hat. Und ich bin auch glücklich, dass mir die Zeit, die ich mit dem Menschen verbracht habe niemand nehmen kann. Bereuen macht unglücklich. Und ich bin auch glücklich über meinen Unfall den ich hatte, weil er mich auf einen ganz anderen Weg gebracht hat und ich heute nicht die Susi wäre die ich eben bin. Ich möchte nie wieder sagen „Wäre XY doch nie passiert… dann wäre das jetzt so und so….“. Das macht mich klein, schwach und traurig. Und das möchte ich nicht sein.

Wartet nicht bis das Glück zu euch kommt. Es ist immer da. Egal wo. Es gibt immer intrinsisch Gutes in jedem noch so düsteren Moment des Lebens. Im Yoga sprechen wir von Shri. Das schlechte im Leben und in der Welt existiert oft nur aus individuellen Sicht auf die Dinge. Wenn ich das intrinsisch Gute hinter alldem Bösen sehen will und auch erkennen kann – dann ist letztendlich alles gut. Und wenn ich das Gute sehe – dann veränderte ich mich und damit auch die Welt. Das ist eine große Aufgabe. Aber Yoga hat mich gelehrt, dass es diesen Weg gibt. Auch wenn ich es nicht immer schaffe ihn zu beschreiten.

Ja, ich weiß – niemand kann einfach so das intrinsisch Gute sehen, wenn ein geliebter Mensch krank wird. Wenn man Abgrund steht. Wenn man nicht mehr weiter weiß. Es ist schwer darin etwas gutes zu sehen. Und wenn man es in dem Moment nicht schafft – vielleicht schafft man es irgendwann. Denn jede Geschichte macht etwas mit uns.

Heißt: Seid glücklich. Seht das Gute und es breitet sich aus. Wie ein Virus. Infiziert alle damit! Und meine Oma hat vollkommen Recht: Ich habe einfach IMMER Glück. Vielleicht geht es euch ja auch bald so.

Euer Fuchs.

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