Die Macht des Wortes. Authentizität.

In vielen Situationen im Leben hört man: „Sei authentisch.“. Leicht gesagt. Was bedeutet denn Authentizität genau? Ja – das beste Wort was mir dazu einfällt ist „Echtheit“. Und was ist echt? Wenn man „keinen Filter drüber legt“ – wie bei den Instagram-Posts mit dem Hashtag #nofilter?

Wenn ich authentisch sein will, ist das unheimlich anstregend. Haben wir doch unsere Muster, Rollen, Erwartungen an uns selbst und alles was uns ausmacht als schönen weichen Kokon um uns herum gesponnen. Wenn ich mir zum Ziel gemacht habe, meinem Gegenüber immer Echtheit zu schenken, dann fängt es schon an schwierig zu werden wenn wir zuhören wollen. Denn schon wenn wir zuhören projizieren wir das gehörte auf uns, die Denkmaschinerie geht los und in der Zeit in der ich eigentlich empfangen sollte, fange ich an zu überlegen was ich als nächstes sage und beschäftige mich schon nur noch mit mir selbst. Ich bin ein ungeduldiger Mensch und mir geht es so oft so. Ich ertappe mich dabei nicht richtig zuzuhören. Aber schon alleine, dass man sich ertappt, hat eine Wirkung auf meinen Gegenüber.

Dann haben wir also überlegt was wir unserem Gegenüber antworten wollen, haben schon beim Empfangen irgendwie die Konzentration verloren und jetzt kommt der berühmte Filter. Das Gedachte ist immer ungleich dem Gesagten. Warum ist das so? Warum sind wir nicht in der Lage mit unseren Worten so umzugehen, dass wir authentisch sind. Für mich ist die Herausforderung: Sagen was ich denke ohne verletzend zu sein. Ohne negative Konsequenzen befürchten zu müssen. Ohne in einen Konflikt zu kommen. Das ist ein Muster. Sicherlich auch „gefallen wollen“.

Mir verlangt es unheimlich viel Stärke ab, immer wieder daran zu arbeiten, dass mein „inneres Wort“ dem „äußeren Wort“, welches meinen Mund verlässt zusammen kommt. Es ist anstregend – aber es lohnt sich. Weil es authentisch ist!

Ich möchte mich unabhängig der Meinung anderer machen, meinen eigenen Weg gehen und mein eigenes Leben leben. Wenn ich etwas tue, dann weil ich eigene Motive habe und nicht weil ich jemanden gefallen möchte.

Authentisch zu sein geht nicht einfach so – mit einem Fingerschnippen.  Ich muss meine Stärken und Schwächen kennen und mit ihnen umgehen. Ich muss mich davon distanzieren was ich gerne wäre und was ich nicht gern wäre, sonder erkennen was ist. Die wohl größte Herausforderung.

Wenn ihr daran arbeiten wollt: Es gibt mittlerweile einige Bücher, Tagebücher, Jounaling-Hilfen, welche einem dabei unterstützen. Ich habe mir z. B. das Buch von KLARHEIT geholt und habe viel damit gearbeitet. Das hat mich unterstützt. Ich musste mir eingestehen, dass ich die eine oder andere Eigenschaft von der ich dachte „Das macht mich aus. Das bin ich!“, als Panzer angelegt habe. Ich musste mir eingestehen, dass meine Stärken vielleicht ganz woanders liegen. Dass das, was ich oftmals suggeriere, vielleicht nicht ganz die wahre Susi ist.

Macht euch auf den Weg und sucht nach eurer eigenen Authentizität. ES LOHNT SICH!

Euer Fuchs.

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