Zeitmanagement VS Maintanance

Ich liebe To-Do-Listen, Regeln, Ziele die ich erreichen kann. Meistens artet das in Stress aus. Mein Alltag ist überfrachtet. Ich wollte doch einen Triathlon mitmachen und 500 m kraulen und 100 Liegestütz am Stück schaffen. Ich will schöne Babysachen für andere stricken, tolle Gerichte in der Küche zaubern, schöne Deko in der Wohnung haben. Achja – und Yoga – da will ich mit all den Instagram-Schönheiten mithalten und dabei inspirierende Worte von mir geben.

Ja. Schön. Ein Satz der mich im letzten Jahr intensiv begleitet hat lautet „Wenn was in meinen Alltag – in mein Leben – rein soll, dann muss was raus.“ Denn immer nur „draufpacken“ – das geht nicht. Das tut nicht gut. Wir machen die Dinge irgendwann nur noch um sie zu erledigen, nicht bewusst und vor allem nicht mehr bewusst priorisiert und entschieden. Mein Tag ist heute – ich möchte ihn heute auch gestalten und entscheiden was ich heute will und was heute gut für mich ist.

Egal was wir uns vornehmen… wenn wir nicht in der Lage sind für uns selbst Zeit zu erübrigen, weil wir fremd gesteuert sind und immer funktionieren – dann stimmt etwas nicht.  Wenn ich die Zeit, die ich für mich brauche nicht aufbringen kann, dann stimmt etwas nicht. Ich spüre, dass alle um mich herum glücklicher sind, wenn ich mir Zeit schenke. In der Lehrerausbildung ist das Wort „maintanance“ gefallen. Ich mag ja Technik. Mir gefällt der Gedanke, dass uns genauso „Wartung“ zusteht, wie jede Maschine. Wenn ich mir heute ein wunderschönes Auto kaufe, dann verpasse ich ja keinen Kundendienst, oder? Weil – ich möchte ja lange was von meinem neuen tollen Auto haben. Was ist mit uns? Warum gönnen wir uns so selten Maintanance?

Yoga hat mich gelehrt mir diese Zeit zu nehmen – für mich selbst. Es hat mich gelehrt, dass ich die Zeit, die ich für mich erübrige 100 mal zurück geben kann, weil ich dadurch anders bin. Ob es 10 Minuten Meditation, Yoga, Sport, stricken, gärtnern oder was anderes ist. Wenn wir sehen, dass wir hier nur einen Wimpernschlag verweilen, dann sollten wir den Wimpernschlag auch gestalten und uns nicht mitreißen lassen von allem was uns so antreibt.

Gestaltet euren Wimpernschlag, schenkt euch Zeit, entscheidet über eure Zeit und vor allem: Packt nicht immer was oben drauf. Wo was rein kommt muss auch was raus. 🙂

Euer Fuchs.

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