Der Umgang mit mir selbst.

Yoga hat mich gelehrt mit mir anders umzugehen. Ich bin auf einer Reise und irgendwie habe ich eine Abzweigung genommen, die ich vorher nicht gesehen habe.

Ich bin ein leistungsorientierter Mensch. Ergebnisse erzielen, messen, vergleichen, gewinnen, die Beste sein, hervorstechen. Das begleitet mich schon immer. Das verknüpfe ich mit positiven – und ja – auch negativen Gefühlen. Der Gewinner sein – aber auch der Verlierer. Nicht gut genug zu sein, etwas nicht gut können, schlechter als jemand sein oder nicht so gut wie ich es von mir selbst erwartet habe. Durch meine tollen Lehrer hat sich das ein bisschen „verschoben“.

Man muss nichts können. Es gibt kein Endziel. Alles ist ein fortwährendes Spiel. Und wenn ich morgen den Handstand oder den Spagat kann, oder einen Marathon gelaufen bin – dann ist nichts anders. Jetzt erfreue ich mich an meinem Potenzial, welches ich habe. Dass alles möglich ist. Dass das was gerade geht, auch gut ist und gerade einfach meinen „optimalen Blueprint“ bildet. Durch diese Einstellung wurde ich ein bisschen weicher zu mir selbst. Im Alltag hat sich das z. B. so ausgewirkt: Muss ich wirklich das Sportpogramm durchziehen so wie es im Plan steht oder kann ich nicht einfach das machen, was an dem Tag gut für mich ist. Muss ich das jetzt hier essen, wenn ich gerade das Gefühl habe, dass es mir nicht gut tut? Muss ich mich verpflichtet fühlen irgendwo hinzugehen, jemanden Zeit zu schenken, wenn ich das gerade nicht möchte? Muss ich wirklich meine Todo-Liste abarbeiten, oder gibt es etwas was ich wirklich brauche?

Die größte Herausforderung für mich ist die Härte, welche gegen mich selbst gerichtet ist. Werde ich weich und gut zu mir selbst, werde ich es auch zu anderen. Nehme ich an was gerade ist, bei mir selbst – dann kann ich das bei anderen auch. Schon hat sich meine Einstellung geändert.

Ich möchte weg kommen vom „gewinnen“ und mehr „spielen“. Vilas spricht immer vom „Spiel um des Spielens willen“ – nicht vom gewinnen. Sich das ein Stückchen zurück zu erobern. Das ist schwierig. Aber nur darüber nachzudenken ist schon ein großer Erfolg.

Wie geht es euch damit? Schafft ihr es aus dem „Leistungsgedanken“ herauszukommen? Ich bin gespannt was ihr dazu sagt.

Euer Fuchs.

 

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